Makrofotografie: Die Welt der Insekten

July 20

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Insekten gelten als Klassiker der Makrofotografie und wohl jeder Makrofotograf war den Gliederfüßern schon auf der Spur. Wir verraten dir, wie du ihre Fährte findest und ihre Schönheit im Bild einfängst.

Makrofotografie: Die Welt der Insekten Image1Eines der beliebtesten Makro-Motive sind Insekten. Bei nur wenigen Zentimetern Körpergröße werden sie häufig übersehen, obwohl sie überall zu finden sind. Sie beschränken sich keineswegs auf ein Leben in der freien Natur, sondern erobern alle möglichen Lebensräume – wobei der jeweilige Reichtum an Arten und die Anzahl der Individuen oder Kolonien natürlich ganz unterschiedlich ausfällt. Dass die frappierende Schönheit mancher Arten wunderschöne Motive verspricht, ist für viele Fotografen ein Grund, nach den Tierchen Ausschau zu halten. Darüber hinaus können Makrofotografen mit ihrer Arbeit aber auch auf den Beitrag der Insektenwelt für eine intakte Umwelt und viele Ökosysteme aufmerksam machen.

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Der Beginn

Doch welcher Ansatz empfiehlt sich für Makro-Aufnahmen von Gliederfüßern? Ein entscheidendes Kriterium ist die Uhrzeit. An sonnigen Tagen sind Insekten überaus aktiv und eigentlich nur dann gut zu fotografieren, wenn sie sich zur Aufnahme von Nektar für eine Blüte entschieden haben. Aber auch am frühen Morgen oder am Abend sind Insekten-Fototouren lohnend. Aufgrund der geringeren Temperatur sind viele Insekten dann weniger aktiv. Das heißt allerdings nicht, dass sie völlig regungslos vor der Linse posieren. Sie reagieren auch dann auf Bewegungen und wenn ein Fotograf zu hektisch agiert, ergreifen sie schnell die Flucht. Es kommt also darauf an, sich vorsichtig genug zu nähern – dann kannst du auch mit relativ kurzen (Makro-)Brennweiten von 50 mm (KB) oder 60 mm (KB) Erfolg haben. Längere Brennweiten besitzen natürlich den Vorteil, dass du Käfern, Libellen, Faltern, Heuschrecken etc. nicht so nahekommen musst – mit kürzeren Brennweiten entstehen jedoch Aufnahmen mit mehr räumlicher Tiefe und einem natürlichen Bildlook. Ob du dich nun für eine kurze oder lange Brennweite entscheidest, ist im Grunde eine Sache deiner persönlichen Vorlieben.

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Insektenkunde

Im Gegensatz zu einem Modell, mit dem du dich an einem Ort verabreden kannst, musst du Insekten erst einmal finden. Trotz Artensterben leben immer noch rund 33.000 Arten in Deutschland und an Land kannst du eigentlich überall welche entdecken. Du musst nur genau hinsehen. Der vielen Fressfeinde wegen sind Insekten häufig grün, schwarz oder braun. Dank dieser Farben sind sie auf der Erde oder zwischen Pflanzen für Fressfeinde nicht so leicht zu erkennen. Diese typischen Naturfarben geben ihnen eine gute Tarnung, erschweren also die Suche nach ihnen. Doch mit ein wenig Übung und Geduld schärfst du deinen Blick, um Insekten schneller zu finden.

Komposition verbessern

Hintergrund

Oft ist man schon froh, wenn man ein Insekt überhaupt vor die Linse kriegt. Doch für eine gute Makro-Aufnahme solltest du auch auf einen gleichmäßigen Hintergrund achten. Das ist nicht ganz einfach, da auf Wiesen die vielen Grashalme und Blütenstände für viel Unruhe im Motiv sorgen können. Veränderst du daher den Aufnahmewinkel bzw. bewegst du dich um den Schmetterling herum, bis du eine Aufnahmeposition mit ruhigerem Hintergrund gefunden hast.

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Parallel positionieren

Die geringe Schärfentiefe im Makrobereich erschwert es, Motive komplett scharf auf das Bild zu bekommen. Versuch daher, die Kamera parallel zum Objekt auszurichten, denn dann liegt auch die Schärfeebene senkrecht und kippt nicht nach vorne oder hinten. So fängst du die wichtigen Motivbereiche scharf ein. Nutze die „Focus Peaking“-Funktion deiner Kamera beim manuellen Fokussieren.

Das Licht

Hast du ein fotogenes Insekt gefunden, benötigst du nur noch das passende Licht. Doch große Blitzanlagen im Wald oder auf der Wiese aufzubauen, lohnt sich vielleicht bei Porträts von Menschen, ist für ein Insekt aber nicht praktikabel. Du musst alsmit dem vorhandenen Tageslicht zurechtkommen, was keine wirkliche Einschränkung ist. Denn die Sonne steht am frühen Morgen bzw. am Abend so tief, dass sie als Lichtquelle perfekt ist. Da dann die Insekten zudem stillhalten, passt das perfekt. Allerdings lässt sich die Sonne im Gegensatz zuStudiolicht nicht umsetzen. Schaff dir deshalb am besten einen Reflektor an. Dieses Zubehör kostet nicht viel, lässt sich aber in der Regel falten und leicht verstauen – und du kannst damit das Sonnenlicht umlenken und auch schattige Bereiche beleuchten, ohne dass deine Motive deshalb die Flucht ergreifen. Alternativ kannst du dir auch noch eine kleine LED-Lampe anschaffen. Diese spendet zwar ein härteres Licht, welches aber mit dem Reflektor umgelenkt und so aufgeweicht werden kann. Ob als Hauptlichtquelle oder zum Aufhellen – du kannst damit gezielt Licht ins Bild bringen. Es gibt auch vereinzelt Makro-Objektive, die eine LED-Lampe vorne neben der Linseingebaut haben. Der Vorteil: Du kannst mit solchen Optiken sehr nah an dein Motiv herangehen, auch wenn dein eigener Körper dann einen Schatten auf das Motiv wirft. Es bekommt trotzdem noch genügend Licht ab

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Viel Zeit mitbringen

Wann und ob überhaupt Gliederfüßer auf tauchen, lässt sich nicht beeinflussen. Daher heißt es für dich: Es lohnt sich, geeignete Ortzu kennen, diese immer wieder aufzusuchen und Geduld mitzubringen. Letzteres, alsGeduld, benötigst du oft genug auch beim Fotografieren. Insekten machen nicht immer das, was du dir wünschst – wandern alsstur aus dem Bild, klettern den Grashalm hinab oder drehen ihren Kopf weg. Bring daher viel Zeit mit und sei nicht enttäuscht, wenn die Foto-Ausbeute unbefriedigend ist. Freu dich lieber auf den nächsten Versuch. Ist ein gelungenes Bild endlich im Kasten, ist die Freude umso größer und dann kannst du es auch richtig würdigen.

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